Risikomanagement von Starkregenereignissen

Vor gut drei Jahren im Oktober 2016 war der Hochwasserschutz am Waldangelbach das zentrale Thema des Gemeinderates. Während bereits viel Geld in den Hochwasserschutz von Fließgewässern investiert wurde und weiterhin wird, fördert das Land Baden-Württemberg seit dem Jahr 2016 auch die Gefahrenanalyse und das Risikomanagement von Starkregenereignissen abseits der Fließgewässer. Welche Risiken von Starkregenereignissen ausgehen können und wie man diese Risiken durch Simulation mit hochaufgelösten Geo-Daten analysieren kann, erfuhren die Besucherinnen und Besucher des Grünen Stammtisches am 21. November 2016 von unserem Referenten Dr. Stefan Jäger von der Heidelberger Fima geomer GmbH. Das Referat von Dr. Jäger hinterließ bei allen Besucherinnen und Besuchern des Grünen Stammtisches einen bleibenden Eindruck, so auch bei Bürgermeister Jens Spanberger, der unserer Einladung gefolgt war und über den aktuellen Stand des Hochwasserschutzes in Mühlhausen berichtet hatte.
Nun knapp 3 Jahre später stimmte der Gemeinderat einstimmig der Erstellung des Kommunalen Starkregenrisikomanagements zu, nachdem Dr. Jäger dem Gemeinderat auf seiner letzten Sitzung das Thema Starkregenrisikomanagement ausführlich vorgestellt hat. In seiner Stellungnahme zum Tagesordnungspunkt dankte Gemeinderat Gerhard Welker Bürgermeister Jens Spanberger dafür, dass er das Thema zielstrebig vorangetrieben und sowohl die Abwasserzweckverbände als auch die Gemeinden Wiesloch, Rauenberg, Östringen, Dielheim, Malsch, Kronau, Bad Schönborn als Kooperationspartner gewonnen hat. Durch diese interkommunale Zusammenarbeit und die 70%-Förderung des Landes Baden-Württemberg fallen für die Gemeinde Mühlhausen lediglich Honorarkosten von ca. 7132 Euro an.
Für die Erstellung des Kommunalen Starkregenrisikomanagements hatte die Gemeindeverwaltung geeignete Ing.-Büros gebeten, Angebote einzureichen. Lediglich die Firma geomer GmbH aus Heidelberg hat ein Angebot abgegeben. Als Beispiel für ein gelungenes Starkregenrisikomanagement sei hier auf die Kommunen an der Glems (Region Stuttgart) verwiesen, die die Firma geomer GmbH seit 2012 zum Thema Starkregen/Sturzfluten berät. Dort hatte die Stadt Ditzingen im Jahr 2010 ein katastrophales Ereignis zu verkraften. Informieren kann man sich darüber auf der Webseite (http://www.starkregengefahr.de/glems/) .
Die Abbildung zeigt am Beispiel der Gemeinde Ditzingen das Ergebnis einer Starkregensimulation.
Wenn Sie mehr über das Thema Starkregenrisikomanagement erfahren möchten, empfehlen wir ihnen die Internetseite der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg unter https://www.lubw.baden-wuerttemberg.de. Unter dem Suchbegriff ‚Starkregenrisikomanagement‘ oder direkt unter https://www4.lubw.baden-wuerttemberg.de/servlet/is/261161/ finden Sie den
‚Leitfaden Kommunales Starkregenrisikomanagement in Baden-Württemberg‘.
Die RNZ hat bereits letzte Woche ausführlich über das Starkregen-Risikomanagement rund um Wiesloch berichtet (siehe https://www.rnz.de/nachrichten/wiesloch_artikel,-risikomanagement-rund-um-wiesloch-wo-starkregen-besonders-grosse-schaeden-anrichtet-_arid,470502.html).
Einen sehr eindrucksvollen Beitrag zu Starkregenereignissen hat das WDR Fernsehen am 8. November 2016 in der Fernsehsendung Quarks&Co ausgestrahlt. Die Sendung steht in der WDR Mediathek zur Verfügung unter: http://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/quarks-und-co/video-starkregen-sturzflut-sintflut–sieht-so-der-sommer-der-zukunft-aus-100.html

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