Schnelles Internet für Mühlhausen in Reichweite!

Die digitale Zukunft unserer Gemeinde und das Angebot an schnellem Internet ist weiter ein wichtiges Thema in unserer politischen Arbeit. Gerade in Zeiten von Homeoffice und vor allem Home-Schooling hat sich gezeigt, wie wichtig eine zeitgemäße und in die Zukunft weisende Kommunikations-Infrastruktur ist. In diesem Sinne war es eine sehr positive Sache, dass Herr Bacher von der Deutsche Glasfaser GmbH vorstellte, wie sie sich die Informations-Zukunft in Mühlhausen vorstellen.

Wo stehen wir heute?

Bereits 2014 wurde der Zweckverband High-Speed-Netz Rhein-Neckar gegründet mit dem Ziel, alle Haushalte mit einem Glasfaseranschluss zu bedienen. Auch der Gemeinderat von Mühlhausen war damals von den Aussichten auf wirklich schnelles Internet angetan und trat dem Zweckverband bei. Das Hauptaugenmerk lag damals auf dem Erstellen eines Backbones, sozusagen der Datenautobahn, die die Gemeinden verbinden sollte. Dieser Backbone wurde zwischenzeitlich hergestellt. Allerdings fehlt (bis auf Ausnahmen) der Anschluss der privaten Wohneinheiten an diese Autobahn. Und – wenn die Autobahn existiert, fahren noch lange keine Autos. So ist es auch hier: Die Glasfaser-Hauptleitung liegt im Boden, für die Bits und Bytes, die dort durchrasen sollen, muss ein anderer Betreiber gefunden werden. Hierzu hat der Zweckverband die NetCom.BW ins Boot geholt, die als Provider fungieren kann.

Aber: Die Glasfaser-Leitungen zu den Wohnungen fehlen weiterhin. Erste Überschlagsrechnungen haben ergeben, dass das Verlegen der Glasfasern bis vor jede Haustür die Gemeinde mehr als 10 Millionen Euro kostet. Bei der schwierigen finanziellen Lage wäre mit einer Realisierung erst in Jahren zu rechnen.

Was kann morgen sein?

Hier eröffnen sich mit der Vorstellung der Deutsche Glasfaser völlig neue Perspektiven: Das Unternehmen bietet an, Glasfaser bis in jede Wohnung zu legen. Der Gemeinde sollen dabei keine Kosten entstehen. Einzige Bedingung: Es müssen sich ca. 40 % der Bevölkerung bereitfinden, sich für zwei Jahre an die Deutsche Glasfaser als Provider zu binden. Im ersten Jahr würden Gebühren in Höhe von weniger als 25 Euro pro Monat anfallen, im zweiten Jahr mehr, aber immer noch im marktüblichen Rahmen. Als Bewohner von Mühlhausen, Rettigheim und Tairnbach könnten wir so innerhalb der nächsten zwei Jahre mit schnellem Internet versorgt werden. Ein echter Standortvorteil, den unser Grüner Gemeinderat Ralf Kau in seinem Plädoyer auch deutlich hervorhob.

Bei so vielen positiven Aspekten war es nur verständlich, dass sich der Gemeinderat einstimmig dafür aussprach, der Deutsche Glasfaser zu erlauben, Werbung für ihr Angebot zu machen und schlussendlich die Fasern für die schnellsten Teilchen in Mühlhausens Gehwegen zu vergraben.

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